Präsentiert am 28. September 2026 im KI-Radar-Webinar der Österreich Werbung
KI-Sichtbarkeit im Österreich-Tourismus 2026: Befunde, Methodik und Quellencheck
1.140.482 Zitate · 154 Gästefragen · 152 Messtage
Österreich · April–August 2026 · Studie von Manuela Machner
Ausführliche Befunde, Datenbasis und Quellencheck. Zum Einstieg: Die fünf Studienbefunde im Blog. Zur interaktiven Studienseite
In KI-Antworten zählt nicht die eine Seite. Ein kleiner Kern von Seiten trägt mehr als ein Drittel aller Zitate, eine gute neue Seite kann in wenigen Tagen dazukommen, und jedes KI-Suchsystem wählt seine Quellen anders aus. Das zeigt die Studie von Manuela Machner (KiNET.ai) mit 1.140.482 Zitaten aus fünf Monaten: 154 Gästefragen, täglich an fünf, seit August an sechs KI-Suchsysteme gestellt, ausschließlich für den Markt Österreich.
Zitiert werden vor allem Seiten, die eine Gästefrage vollständig beantworten. Im August führen 47,4 Prozent der Zitate zu kommerziellen Anbietern wie Portalen, Hotels und Bergbahnen, 16,9 Prozent zu Tourismusorganisationen und öffentlichen Stellen, 10,3 Prozent zu Medien und 9,1 Prozent zu Blogs. Allein die Websites einzelner Betriebe tragen rund 17 Prozent. Gerechnet über alle sechs Systeme.
KI-Sichtbarkeit im Österreich-Tourismus – Welche Quellen zitieren KI-Suchsysteme, wenn Gäste nach Urlaub in Österreich fragen?
Manuela Machner (KiNET.ai) · Version 1.0, 28. September 2026 · Datenbasis: April bis August 2026 · PDF, 61 Seiten, ca. 1,77 MB
Frei zum Download. Ohne Anmeldung, ohne Formular.
Wenig Zeit? Der Fünf-Minuten-Quellencheck für deine eigenen Seiten und die Themen der 154 Gästefragen stehen weiter unten.
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Das Wichtigste in Kürze
1. Kern und Rand: Ein kleiner Kern trägt mehr als ein Drittel der Zitate
Das Feld ist breit. Im August kommt die meistzitierte Quelle in allen sechs Systemen zusammen auf 3,7 Prozent aller Zitate, 10.257 verschiedene Domains werden zitiert. Getragen wird es aber von einem kleinen, beständigen Kern: 1,5 Prozent aller zitierten Seiten werden an mehr als 90 der 152 Tage zitiert und tragen 36 Prozent aller Zitate. Fast die Hälfte aller Seiten taucht dagegen an einem einzigen Tag auf und kommt zusammen auf 5 Prozent. Was die Seiten im Kern gemeinsam haben: Sie beantworten eine Gästefrage vollständig und sagen das im Titel.
2. Neues ist in Tagen drin
Zitiert werden Seiten, nicht Domains. Die meistzitierte Domain wird im August über mehr als 700 verschiedene Seiten zitiert. Und der Rand bewegt sich: Rund 30 Prozent der August-Zitate führen auf Seiten, die im April noch nicht zitiert wurden. Bei den stärksten Aufsteigern habe ich nachgesehen, wann sie veröffentlicht wurden. Bei 30 neuen Seiten mit belegtem Datum lagen zwischen Veröffentlichung und erstem Zitat im Median fünf Tage, 19 davon wurden innerhalb einer Woche zitiert. Das sind Erfolgsfälle. Sie zeigen, dass es schnell gehen kann, nicht, dass es immer so ist.
3. Googles Ortseinträge: Das Profil zählt, die Sterne auch
Im Google AI Mode sind Googles eigene Ortseinträge im August die meistzitierte Quelle, mit 8,8 Prozent aller Zitate, und auch die Google AI Overviews zitieren sie. Aus dem Eintrag übernehmen die Antworten vor allem Lage, Ausstattung und Beschreibung eines Betriebs, oft Angaben, für die keine Website als Quelle genannt ist. In fünf von 20 geprüften Antworten werden Bewertungen ausdrücklich als Auswahlkriterium genannt. Eine feste Sternegrenze zeigt sich nicht: Die zitierten Hotels liegen im Schnitt genau auf dem Niveau der Hotelliste, die Google für dieselbe Suche selbst anzeigt, je 4,45 Sterne.
4. Vier Türen für einen Betrieb
Rund 3.400 Websites einzelner Hotels, Thermen, Bergbahnen, Ausflugsziele und Gastronomiebetriebe werden im August zitiert, zusammen rund 17 Prozent aller Zitate. Zitiert werden vor allem die Startseite (knapp die Hälfte) und Seiten mit Umgebungs- und Ausflugstipps (12 Prozent), Zimmer- und Preisseiten kaum (2 Prozent). Bei den 45 Hotel- und Unterkunftsfragen kommen 38 Prozent der Zitate von Portalen, rund 29 Prozent von den Websites der Betriebe und 3,4 Prozent aus Googles Ortseinträgen, im AI Mode jedes siebte. Von den Portalen wird die Liste zitiert, nicht das Haus: Zwei Drittel der Portal-Zitate führen auf Sammel- und Listenseiten, nur jedes siebte auf die Seite eines einzelnen Hauses. Die vierte Tür sind die Sammelseiten der Destination.
5. Die Landesorganisationen gehören zu den stärksten Einzelquellen ihres Gebiets
Bei den 35 Fragen mit Bundesland-Bezug holen die neun Websites der Landestourismusorganisationen 11,3 Prozent aller Zitate, über 3.400 andere Quellen teilen sich den Rest. Ihr Anteil ist seit April gestiegen. Wie stark, hängt am Fragetyp: Bei Hotelfragen greifen die Systeme zu Plattformen, bei Themenfragen wie Wandern, Seen oder Regionen kommt die jeweils eigene Landesorganisation im Median auf 15 Prozent. Zitiert werden vor allem ihre Themen- und Sammelseiten, mit 63 Prozent der Zitate, Magazinartikel kommen auf 6 Prozent. Und Tourismusorganisationen werden überdurchschnittlich oft zuerst genannt: Sie stellen 17 Prozent aller Zitate, aber 29 Prozent der ersten Positionen in der Quellenliste.
6. Sechs Handschriften, auch bei der Sprache
Jedes System wählt seine Quellen anders. Knapp zwei Drittel aller im August zitierten Domains kommen nur in einem einzigen System vor. Nur 245 Domains werden von allen sechs zitiert, sie tragen knapp die Hälfte der Zitate. Selbst die beiden Google-Systeme überschneiden sich bei derselben Frage am selben Tag nur zu rund 40 Prozent. ChatGPT zitiert Tourismusorganisationen und öffentliche Stellen häufiger als jedes andere System, Perplexity Magazine und Blogs, der AI Mode Googles Ortseinträge, Copilot die Websites der Betriebe und Claude internationale Plattformen. Auch bei der Sprache: Bei den Zitaten, deren Adresse die Sprache verrät, führen bei Claude 42,5 Prozent auf englischsprachige Seiten, bei Copilot 26,4, bei ChatGPT 13,5 und im AI Mode 2,9 Prozent. Von einer Seite zitieren die Systeme fast immer entweder die deutsche oder die englische Fassung, praktisch nie beide. Claude ist seit August erfasst, seine Werte sind eine Momentaufnahme.
7. Unerwartete Quellen und die Zerlegung der Gästefrage
Eine Bausparkasse, ein Autofahrerclub und eine Arbeiterkammer gehören bei einzelnen Urlaubsfragen zu den meistzitierten Quellen. Das passt dazu, dass die Systeme Gästefragen in Teilfragen zerlegen und für jede Teilfrage eine eigene Quelle suchen. Bei der Frage "Was kostet ein Wellnesswochenende in Österreich im Durchschnitt?" ist die zweitstärkste Quelle eine Arbeiterkammer mit einem Preisvergleich. Die Zerlegung selbst ist nicht sichtbar, ihr Ergebnis in der Quellenmischung schon.
8. Oft zitierte Seiten tragen den Begriff der Frage im Titel
Seiten, die über dreißigmal für dieselbe Frage zitiert wurden, tragen zu 87 Prozent einen Kernbegriff der Frage im Seitentitel, einmal zitierte zur Hälfte. Eine Stichprobe von 182 Betriebs- und Regionsseiten zeigt dasselbe Muster: Oft zitierte tragen den Begriff zu 73 Prozent im Titel oder in der Hauptüberschrift, einmal zitierte zu 49 Prozent. Die Länge einer Seite macht dabei keinen Unterschied. Das ist ein Zusammenhang, keine gemessene Wirkung. Wie du passende Gästefragen findest: Gästefragen recherchieren – Schritt für Schritt.
9. Google hört zu: Social Media ist ein Google-Kanal
Nur Google AI Mode und Google AI Overviews zitieren YouTube, Instagram, Facebook und TikTok in nennenswertem Umfang. TikTok, Instagram und Facebook sperren in ihrer robots.txt die Such- und Abrufbots von OpenAI und Anthropic sowie den Abruf durch Perplexity aus. Das ist die Datei, in der eine Website festlegt, welche automatischen Zugriffe sie erlaubt. Reichweite ist keine Voraussetzung: Mehr als die Hälfte der meistzitierten YouTube-Videos hat unter 10.000 Aufrufe. Ein Short von 37 Sekunden ohne Beschreibung wird seit April 361 Mal zitiert. Im geprüften Fall steht die Formulierung aus dem gesprochenen Text fast wörtlich in der Antwort.
10. Einzelne Quellen können in wenigen Tagen wegbrechen
Reddit lag im Mai bei ChatGPT gleichauf an der Spitze der zitierten Quellen. Seit Mitte August kommt es dort praktisch nicht mehr vor, bei AI Mode, AI Overviews und Perplexity schon. TikTok ist Ende Mai in beiden Google-Systemen eingebrochen. Einige dieser Brüche fallen zeitlich mit dokumentierten Modellwechseln der Anbieter zusammen, für andere ist keine Änderung dokumentiert. Die Quellenwahl ist insgesamt stabil. Wer seine Sichtbarkeit auf eine einzige Quelle oder ein einziges System stützt, geht trotzdem ein Risiko ein.
Was Betriebe und Destinationen daraus ableiten können, steht in der Studie: 18 Ansatzpunkte, jeweils mit eingeschätztem Aufwand.
Datenbasis der Studie
Zitate: 1.140.482 einzelne Zitate.
Zeitraum: April bis August 2026, 152 Tage (für den 31. Juli fehlen Daten).
Gästefragen: 154, seit April unverändert. Zusammengestellt im Frühjahr 2026 aus Googles Anschlussfragen ("Ähnliche Fragen", "Nutzer fragen auch"), der Autovervollständigung und AnswerThePublic. Nur Sommerthemen. Die vollständige Liste steht weiter unten auf dieser Seite.
KI-Suchsysteme: ChatGPT, Google AI Mode, Google AI Overviews, Perplexity, Microsoft Copilot, seit August auch Claude. Google Gemini ist nicht enthalten, weil es in seinen Antworten kaum Quellen ausweist.
Takt: täglich, jede Frage an jedes System.
Markt: ausschließlich Österreich (Länderparameter Österreich).
Zitierte Domains: 9.902 im August in den fünf durchgehend erfassten Systemen, 10.257 mit Claude.
Vergleichsbasis: Monatsvergleiche über die fünf durchgehend erfassten Systeme, August-Auswertungen über alle sechs. Mengen zwischen den Systemen und Werte je Antwort im August auf Basis 1. bis 17. August, weil danach bei zwei Systemen deutlich weniger erfasst wurde.
Erhebung: Die Rohdaten erhebt das Analysewerkzeug Otterly.ai, Aufbereitung, Kategorisierung und Auswertung Manuela Machner (KiNET.ai).
Umfang: 61 Seiten inklusive Offenlegung, 12 Kapitel und Fazit, 53 Tabellen, 7 Abbildungen, Quellenverzeichnis.
Einordnung: Eine tägliche Messung über fünf Monate mit festem Fragenset ist für den österreichischen Tourismus nach meinem Wissen bisher nicht veröffentlicht worden. Eine Branchenstudie mit 450 Fragen zu Unterkünften in fünf europäischen Märkten, darunter Österreich (Nokumo Research, 2026), fand wie diese Studie, dass Buchungsplattformen einen großen Teil der Zitate stellen, dort knapp ein Viertel. Wiederholbar, nicht repräsentativ. Ein Querschnitt über Österreich-Urlaub, keine Tiefenanalyse einzelner Regionen oder Betriebe.
Was die Studie zeigt und was nicht
Die Studie zeigt, wer in KI-Antworten zitiert wird, nicht warum. Sie misst Sichtbarkeit in KI-Antworten, keine Buchungen und keine Website-Besuche. Ein Zitat heißt, dass eine Seite Quelle einer Antwort war. Es heißt nicht, dass ein Betrieb empfohlen wird. Ob die Quellen eine Antwort inhaltlich tragen, prüft die Studie nicht, und ob eine einzelne Maßnahme wirkt, misst sie nicht. Für eine tiefergehende Quellenstudie zu einer einzelnen Region empfiehlt sich eine Analyse wie der AI Destination Visibility Index (ADVI) von SmartVisions. SmartVisions bucht Manuela Machner (KiNET.ai) auf Wunsch für Erklärworkshops zum ADVI dazu, an seiner Entwicklung ist sie nicht beteiligt. Die Systeme verändern sich laufend, deshalb wird täglich gemessen.
Wie prüfe ich meine Website für die KI-Suche? Der Fünf-Minuten-Quellencheck
Fünf Fragen, je eine Minute. Du prüfst damit, ob deine Seiten die Merkmale tragen, die zitierte Seiten teilen. Ob eine KI dich danach zitiert, kann niemand versprechen. Aber jedes Nein ist eine konkrete Aufgabe, und die kannst du dir heute noch in den Kalender schreiben. Den Aufwand je Aufgabe habe ich in der Studie eingeschätzt: klein heißt wenige Stunden, mittel einige Tage.
Für Betriebe
1. Google-Profil. Sind in deinem Google-Unternehmensprofil Beschreibung, Ausstattung und Lage vollständig? Ist die letzte Rezension beantwortet?
Warum: Im Google AI Mode sind Googles Ortseinträge im August die meistzitierte Quelle. Übernommen werden vor allem Lage, Ausstattung und Beschreibung, und in einem Viertel der geprüften Antworten werden Bewertungen ausdrücklich als Auswahlkriterium genannt.
Wenn nein: Profil ergänzen, offene Rezensionen beantworten. Aufwand: klein.
2. Titel. Öffne deine wichtigste Angebotsseite. Steht im Seitentitel, also dem Text im Browser-Tab, der Begriff, nach dem deine Gäste fragen, und dein Ort?
Warum: Seiten, die über dreißigmal für dieselbe Frage zitiert wurden, tragen zu 87 Prozent einen Kernbegriff der Frage im Titel, einmal zitierte zur Hälfte.
Wenn nein: Titel neu schreiben, mit Begriff und Ort. Aufwand: klein.
3. Startseite und Umgebung. Steht auf deiner Startseite als Text, was du bist und wo du liegst? Und gibt es eine eigene Seite über deine Umgebung, mit Ausflugstipps für deine Gäste?
Warum: Auf den Websites der Betriebe wird vor allem die Startseite zitiert (knapp die Hälfte der Zitate) und Seiten mit Umgebungs- und Ausflugstipps (12 Prozent). Zimmer- und Preisseiten kommen auf 2 Prozent.
Wenn nein: Eine Seite über deine Umgebung schreiben, etwa "Ausflüge bei Regen rund um [Ort]". Aufwand: klein.
4. Listen. Such auf einem großen Portal die Liste zu deiner wichtigsten Gästefrage in deiner Region, etwa "Familienhotels am [See]". Stehst du drauf? Und stehst du auf der passenden Sammelseite deiner Destination?
Warum: Von den Portalen werden zu zwei Dritteln Sammel- und Listenseiten zitiert, nur jedes siebte Zitat führt auf die Seite eines einzelnen Hauses. Auch bei den Destinationen wird vor allem die Sammelseite zitiert, nicht der einzelne Betriebseintrag.
Wenn nein: In deinem Portal-Eintrag prüfen, ob Kategorie, Lage und Ausstattung vollständig angegeben sind, und bei deiner Destination nachfragen, wie du auf die Sammelseite kommst. Aufwand: mittel.
5. Englisch. Öffne die englische Fassung deiner Seite "Zimmer und Preise". Ist sie vollständig, korrekt übersetzt, und steht dort dasselbe wie auf Deutsch?
Warum: Die Systeme zitieren von einer Seite entweder die deutsche oder die englische Fassung, praktisch nie beide. Bei den Zitaten, deren Adresse die Sprache verrät, greifen ChatGPT, Copilot und Claude zu 13,5 bis 42,5 Prozent zur englischen, der Claude-Wert ist eine Momentaufnahme aus einem Monat.
Wenn nein: Die fünf wichtigsten englischen Seiten fertigstellen. Zimmer und Preise, Anreise, Lage, Angebot, Kontakt. Aufwand: mittel.
Für Destinationen und Regionen
1. Titel. Öffnet die Seite zu eurem stärksten Thema, etwa Wandern. Steht im Seitentitel der Begriff, nach dem Gäste fragen, und der Name eurer Region?
Warum: Seiten, die über dreißigmal für dieselbe Frage zitiert wurden, tragen zu 87 Prozent einen Kernbegriff der Frage im Titel, einmal zitierte zur Hälfte.
Wenn nein: Titel neu schreiben, mit Begriff und Region. Aufwand: klein.
2. Themen- und Sammelseiten. Nehmt eure drei häufigsten Gästefragen, etwa "Wanderungen mit Kindern in [Region]". Gibt es zu jeder eine Themen- oder Sammelseite, die diese Frage vollständig beantwortet?
Warum: Auf den Websites der neun Landesorganisationen tragen Themen- und Sammelseiten 63 Prozent der Zitate, Magazinartikel 6 Prozent. Magazinartikel werden zitiert, wenn sie selbst eine Übersicht sind.
Wenn nein: Je Gästefrage eine Sammelseite anlegen. Aufwand: mittel.
3. Englisch. Öffnet die englische Fassung eurer Regionsübersicht. Ist sie vollständig, korrekt übersetzt, und steht dort dasselbe wie auf Deutsch?
Warum: Die Systeme zitieren von einer Seite entweder die deutsche oder die englische Fassung, praktisch nie beide.
Wenn nein: Die fünf wichtigsten englischen Seiten fertigstellen. Regionsübersicht, Anreise, stärkste Aktivität, Unterkunftsübersicht, Saison und Veranstaltungen. Aufwand: mittel.
4. Touren. Steht eure Region auf den Sammelseiten der großen Tourenportale, und gibt es auf eurer eigenen Website die Sammelseite zum Wandern in eurer Region?
Warum: Die Wanderseiten der neun Landesorganisationen kommen im August auf rund 3.600 Zitate, sechs Tourenportale zusammen auf 3.567. Zitiert werden auf beiden Seiten vor allem Sammelseiten, einzelne Tourbeschreibungen selten.
Wenn nein: Eure Daten dort prüfen, wo aus Touren Listen entstehen, beim Wandern vor allem bei Komoot, Outdooractive und AllTrails, und die eigene Sammelseite anlegen. Aufwand für die Prüfung: klein.
5. Aktualität. Trägt einer eurer Seitentitel "2024" oder "2025"? Steht auf eurer meistbesuchten Themenseite noch ein Preis oder ein Termin vom Vorjahr?
Warum: Ein Fünftel der datierten Inhalte, die im August 2026 zitiert werden, trägt das Vorjahr im Titel. Was dort steht, wird weitererzählt. Und eine überarbeitete Seite kann schnell zitiert werden: Unter den geprüften Aufsteigern waren ältere Seiten, die kurz vorher überarbeitet oder neu datiert worden waren.
Wenn ja: Seite aktualisieren. Aufwand: laufend.
Und jetzt: Such dir ein Nein aus und trag es dir in den Kalender, mit Tag und Uhrzeit, bevor du dieses Fenster schließt. Nicht "diese Woche irgendwann".
Selbst nachschauen: die meistzitierten Quellen im GEO-Monitor
Welche Websites die KI bei Urlaubsfragen zu Österreich zitiert, kannst du im GEO-Monitor selbst ansehen, frei und ohne Anmeldung. Filtere nach KI-System, etwa ChatGPT gegen Google AI Mode, und nach Thema, etwa Wandern, Wellness oder Kulinarik. Der GEO-Monitor wird jeden Monat aktualisiert, diese Studie ist die ausführliche Auswertung von April bis August 2026. Zitiert heißt dabei nicht empfohlen: Der Monitor zeigt, welche Quellen genannt werden, nicht, welche die beste ist.
Die 154 Gästefragen der Studie
Diese 154 Fragen gehen seit April jeden Tag an die KI-Suchsysteme, unverändert, damit echte Vergleiche über die Zeit möglich sind. Sie stammen aus Suchvorschlägen, die das Suchverhalten abbilden: aus den Anschlussfragen, die Google bei der Suche nach Urlaub in Österreich anzeigt, aus der Autovervollständigung und aus AnswerThePublic. Alle Fragen beziehen sich auf den Sommer. Eine Frage kann mehreren Themen angehören, eine Frage nach Wanderungen zu Bergseen zählt etwa zu Wandern, Wasser und Seen sowie Berge.
Die Themen im Überblick – mit Beispielfragen
Die folgenden Fragen sind jeweils ein Beispiel aus dem Studien-Fragenset. Die Zahl in Klammern zeigt, wie viele Studienfragen dem jeweiligen Thema zugeordnet sind.
Regionen (57 Fragen): Was macht das Burgenland als Urlaubsziel besonders interessant?
Hotel (35 Fragen): Gibt es in Österreich Wellnesshotels direkt am See?
Ausflüge (29 Fragen): Was sind die beliebtesten Freizeitparks in Österreich?
Wandern (25 Fragen): Was sind die schönsten Almenrunden in Österreich?
Berge (23 Fragen): Was sind die besten Berghotels in Österreich mit Panoramablick?
Familie (22 Fragen): Was sind die besten Wassererlebnisse in Österreich für Familien?
Kulinarik (21 Fragen): Was macht die steirische Küche so besonders und wo kann man sie am authentischsten erleben?
Wellness (21 Fragen): Was kostet ein Wellnesswochenende in Österreich im Durchschnitt?
Wasser und Seen (19 Fragen): Was sind die schönsten Bergseen in Österreich zum Wandern und Schwimmen?
Unterkünfte (12 Fragen): Welche Campingplätze in Österreich sind direkt am See?
Zielgruppen (12 Fragen): Was sind die besten Ziele in Österreich für Alleinreisende?
Urlaub allgemein (10 Fragen): Welche Alpendörfer in Österreich sind im Sommer besonders reizvoll?
Kultur (5 Fragen): Welche Städte in Österreich eignen sich am besten für ein Kulturwochenende?
weitere (Radfahren, Anreise, Natur, Geheimtipps, Nachhaltigkeit ) (11 Fragen): Was sind die schönsten Radwege in Österreich?
Weil eine Frage mehreren Themen angehören kann, ist die Summe größer als 154. 35 der 154 Fragen beziehen sich auf ein Bundesland oder einen Ort darin, jedes der neun Länder kommt vor. Weil die Fragen aus dem tatsächlichen Suchverhalten stammen, sind die Länder unterschiedlich oft vertreten. Ein Vergleich der Bundesländer untereinander ist mit diesen Fragen weder möglich noch beabsichtigt.
Mein Tipp: Recherchiere die Fragen, die deine eigenen Gäste tatsächlich stellen – zum Beispiel in Gesprächen, E-Mails und Bewertungen sowie über Suchvorschläge und Anschlussfragen in Suchmaschinen. Formuliere daraus ein eigenes Fragenset für deinen Betrieb oder deine Region. Nutze diese recherchierten Gästefragen als Checkliste: Beantwortet deine Website sie verständlich und vollständig? Die Studienfragen zeigen Beispiele für mögliche Themen; die Checkliste sollte zu deinen Gästen und deinem Angebot passen.
Alle 154 Fragen
Die vollständige Fragenliste steht als frei zugänglicher Download bereit: Alle 154 Gästefragen herunterladen (PDF).
So zitierst du die Studie
Manuela Machner (KiNET.ai) (2026): KI-Sichtbarkeit im Österreich-Tourismus. GEO-Monitor Österreich, April bis August 2026. Version 1.0, 28. September 2026. www.kinet.ai/ki-sichtbarkeit-oesterreich-tourismus-studie-2026
Über die Autorin
Manuela Machner (KiNET.ai) ist Touristikerin und KI-Beraterin für den Tourismus. Vor der Gründung von KiNET.ai im Jänner 2024 war sie 17 Jahre im Tourismus tätig, davon neuneinhalb Jahre als Geschäftsführerin der Tourismusdestination Murtal/Region Spielberg. Mit KiNET.ai begleitet sie Tourismusbetriebe, Destinationen und Verbände beim praxisnahen Einsatz von KI, von Schulungen und Workshops über KI-Strategie bis zur Sichtbarkeit in KI-Suchsystemen. Das Monitoring, auf dem die Studie beruht, läuft seit April 2026 und ist im GEO-Monitor frei zugänglich. KiNET.ai hat seinen Sitz in Leoben.
English summary: AI visibility in Austrian tourism 2026
It is not the one page that counts. A small core of pages carries more than a third of all citations, a good new page can join within days, and every AI search system has its own handwriting. This is shown by the study "KI-Sichtbarkeit im Österreich-Tourismus" (AI Visibility in Austrian Tourism) by Manuela Machner (KiNET.ai), based on 1,140,482 citations from April to August 2026. 154 German guest questions went daily to ChatGPT, Google AI Mode, Google AI Overviews, Perplexity, Microsoft Copilot and, since August, Claude, for the Austrian market only.
Key findings:
Core and periphery: 1.5% of all cited pages are cited on more than 90 of 152 days and carry 36% of all citations. Almost half of all pages appear on a single day only.
New pages get in fast: around 30% of August citations lead to pages that were not cited in April. Of 30 checked new pages, the median time from publication to first citation was five days. These are success cases, not a rule.
Businesses' own websites are a sizeable source: around 3,400 websites of hotels, spas, cable cars, attractions and restaurants carry around 17% of August citations, mostly via the homepage and pages on the surroundings, rarely via room or price pages.
Booking and review portals: two thirds of portal citations lead to list pages, only one in seven to the page of a single property.
Six handwritings: almost two thirds of all cited domains appear in one system only. Even the two Google systems share only around 40% of domains for the same question on the same day.
German or English, almost never both. Among citations whose address reveals the language, 42.5% (Claude, a one-month snapshot), 26.4% (Copilot) and 13.5% (ChatGPT) lead to English pages, although all questions were asked in German.
Titles: pages cited more than 30 times for the same question carry a core term of that question in their title in 87% of cases, pages cited once in half. A correlation, not a measured effect.
Social media is a Google channel: only Google AI Mode and AI Overviews cite it to a relevant extent.
Full study (PDF, 61 pages, in German) and the full list of the 154 guest questions: free, no registration. The GEO-Monitor with the most cited sources, filterable by AI system and topic, is updated monthly: www.kinet.ai/ki-sichtbarkeit-tourismus – Raw data: analysis tool Otterly.ai. Analysis: Manuela Machner (KiNET.ai).
Please cite as: Manuela Machner (KiNET.ai) (2026): KI-Sichtbarkeit im Österreich-Tourismus. GEO-Monitor Österreich, April bis August 2026. Version 1.0, 28 September 2026. www.kinet.ai/ki-sichtbarkeit-oesterreich-tourismus-studie-2026
Eigene Fragensets für Regionen, Verbände und Betriebe
Die Studie ist ein Querschnitt über Österreich-Urlaub. Wie eine einzelne Region, ein Verband oder ein Betrieb dasteht, zeigt erst ein eigenes, dichteres Fragenset, etwa fünfzig Fragen zu einer Region statt drei. Solche Fragensets baue ich auf und werte sie aus. Anfragen an info@kinet.ai.

