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KI-Sichtbarkeit im Tourismus: 5 Erkenntnisse aus 1.140.482 Zitaten

vor 14 Stunden
10 Min. Lesezeit

Woher nimmt eine KI ihre Antwort, wenn Gäste nach Urlaub in Österreich fragen? Genau das habe ich fünf Monate lang untersucht. Meine Studie „KI-Sichtbarkeit im Österreich-Tourismus“ wertet 1.140.482 Quellenverweise aus. Sie zeigt einen kleinen, häufig zitierten Kern von Seiten, deutliche Unterschiede zwischen den Systemen und mehrere Wege, über die Betriebe in den Quellen auftauchen. Hier sind fünf Befunde und was ich daraus für Hotels und Destinationen ableite.

Mit SEO und Keywords haben wir uns jahrelang auf die erste Seite von Google gearbeitet. Dann kamen die Antworten der KI-Suchsysteme. Und in fast jedem Workshop kommt dieselbe Frage: Woher hat die KI das eigentlich?

Von meinen ersten Beiträgen 2024 zur eigenen Studie

Am 7. August 2024 habe ich in „Suche auf ChatGPT aktiv“ erstmals darüber geschrieben, wie ChatGPT Quellen ausgibt und was das für unsere Sichtbarkeit bedeutet. Schon damals war meine Frage: Wie schaffen wir es, dass unsere Seiten als relevante Quellen gefunden werden?

Am 1. November 2024 folgte „Die Zukunft der KI-Suche betrifft uns alle!“. Darin ging es um aktuelle Betriebsdaten, klare Besonderheiten und die Präsenz in relevanten Quellen. Diese Fragen begleiten mich seit 2024. Die neue Studie untersucht nun systematisch, welche Quellen bei österreichischen Urlaubsfragen tatsächlich zitiert werden.

Ich wollte aufhören zu schätzen und anfangen zu messen. Seit April 2026 gehen täglich dieselben 154 deutschsprachigen Gästefragen an die großen KI-Suchsysteme, ausschließlich für den Markt Österreich. Fünf Systeme wurden von April bis August erfasst, Claude kam im August dazu. Nach fünf Monaten liegen 1.140.482 Zitate von 19.519 verschiedenen Domains vor. Die Rohdaten stammen von Otterly.ai; Aufbereitung, Kategorisierung und Auswertung habe ich selbst übernommen.

Die fünf Befunde auf einen Blick

  • Ein kleiner Kern trägt viele Zitate: 1,5 Prozent der Seiten stehen für 36,1 Prozent aller Zitate der fünf durchgehend erfassten Systeme.

  • Neue Seiten können rasch auftauchen: Bei 30 geprüften Erfolgsfällen lagen im Median fünf Tage zwischen Veröffentlichung und erstem Zitat. Aber gelöscht heißt nicht weg.

  • Betriebe haben mehrere Zugänge: Eigene Website, Google-Unternehmensprofil, Portale und Sammelseiten der Destination spielen unterschiedliche Rollen.

  • Jedes System wählt anders: Quellenmix und zitierte Sprachversionen unterscheiden sich deutlich.

  • Auch kurze Videos werden zitiert: Ein 37-Sekunden-Short kommt im Untersuchungszeitraum auf 361 Zitate in Googles KI-Antworten.

Wichtig für die Einordnung: Ein Zitat ist ein Quellenverweis. Es ist weder automatisch eine Empfehlung noch ein Website-Besuch oder eine Buchung. Die Studie beobachtet Zusammenhänge; sie testet keine einzelnen Optimierungsmaßnahmen.

1. KI-Sichtbarkeit im Tourismus: Ein kleiner Kern trägt viele Zitate

Für jede zitierte Seite habe ich gezählt, an wie vielen der 152 Messtage sie in einer Antwort auftaucht. In den fünf durchgehend erfassten Systemen sind das 111.169 verschiedene Seiten. Nur 1,5 Prozent davon werden an mehr als 90 Tagen zitiert. Dieser kleine Kern trägt 36,1 Prozent aller Zitate. 48,6 Prozent der Seiten erscheinen dagegen nur an einem einzigen Tag. Später neu hinzugekommene Seiten hatten dabei weniger Gelegenheit, über viele Tage zitiert zu werden.

1,5 Prozent der zitierten Seiten tragen 36 Prozent aller Zitate. Fast die Hälfte aller Seiten taucht nur an einem einzigen Tag auf. April bis August 2026, fünf Systeme, Studie Manuela Machner (KiNET.ai).

Ein weiterer Befund betrifft den Seitentitel: Bei Seiten, die im August über dreißigmal für dieselbe Frage zitiert wurden, steht zu 87 Prozent ein Kernbegriff der Frage im Titel. Bei einmal zitierten Seiten sind es 50 Prozent. Das ist ein deutlicher Zusammenhang, aber kein Beweis, dass ein geänderter Titel allein zusätzliche Zitate auslöst.

Was heißt das für dich? Du brauchst nicht die eine perfekte Seite, die alles ein bisschen sagt. Du brauchst Seiten, die je eine Gästefrage vollständig beantworten, mit dem Begriff der Frage und deinem Ort im Titel. Fünf gute Seiten sind ein realistischer Anfang, das ist meine Praxisregel, kein Messwert. Welche Fragen für die Studie über Google& Answerthepublic erhoben wurden findest du hier: den 154 Fragen der Studie.

2. Neue Seiten können innerhalb weniger Tage zitiert werden

Wenn ich heute eine gute Seite veröffentliche, muss ich dann monatelang warten? Rund 30 Prozent der August-Zitate führen auf Seiten, die im April noch nicht zitiert wurden. Das bedeutet zunächst nur „neu im Monitoring“, nicht automatisch „neu veröffentlicht“.

Für die Zeit zwischen Veröffentlichung und erstem Zitat habe ich deshalb bei den stärksten Aufsteigern nachgesehen. 94 Seiten wurden geprüft, bis 30 mit belegtem Veröffentlichungsdatum nach dem 1. April 2026 beisammen waren. Bei diesen 30 Seiten lagen im Median fünf Tage bis zum ersten Zitat; 19 wurden innerhalb einer Woche zitiert.

Jetzt kommt das Aber, und das ist mir wichtig. Das sind Erfolgsfälle. Wie viele neue Seiten nie zitiert werden, zeigt diese Prüfung nicht. Und ganz oben ändert sich wenig: Unter den 100 meistzitierten Seiten des August sind nur zwei neu. Neues wächst in der Breite nach, nicht an der Spitze.

Was heißt das für dich? Veröffentliche hilfreiche Inhalte und beobachte anschließend, ob und wie sie auftauchen. Prüfe auch bestehende Seiten auf veraltete Preise, Öffnungszeiten und Saisonangaben. Unter den geprüften Aufsteigern waren ältere Seiten, die kurz zuvor überarbeitet oder neu datiert worden waren. Daraus folgt keine Wirkungsgarantie für ein Update, wohl aber ein guter Anlass, die eigenen Informationen aktuell zu halten.

3. Vier Wege, über die Betriebe in den Quellen auftauchen

Für Hotels, Thermen, Bergbahnen und Ausflugsziele war das einer der spannendsten Teile der Auswertung. Neben der eigenen Website spielen mehrere andere Quellen eine Rolle.

Google-Unternehmensprofil

Im Google AI Mode sind Googles eigene Ortseinträge im August die meistzitierte Quelle. In einer Prüfung von 20 Antworten wurden vor allem Lage, Ausstattung und Beschreibung übernommen; fünf Antworten nannten Bewertungen ausdrücklich als Auswahlkriterium. Eine feste Sternegrenze ließ sich nicht erkennen: Unter den zitierten Betrieben waren auch solche mit weniger als 4,0 Sternen.

Die eigene Website

Rund 3.400 Betriebswebsites tragen etwa 17 Prozent aller August-Zitate. Knapp die Hälfte der Zitate auf Betriebswebsites führt auf die Startseite, 12 Prozent auf Umgebungsseiten mit Ausflugstipps oder Blogbeiträgen. Zimmer-, Preis- und Buchungsseiten kommen in dieser Auswertung zusammen auf 2 Prozent. Diese Anteile beziehen sich auf Zitate auf Betriebswebsites, nicht auf alle Zitate der Studie.

Unter den Quellen findet sich etwa die Seite eines Gasthofs mit 15 Ausflügen bei Regen im Salzkammergut. Eine Betriebswebsite kann also auch bei einer Frage zur Umgebung relevant sein. Seiten zum eigenen Wellness- oder Familienangebot ergänzen diese Informationen.

Buchungs- und Bewertungsportale

Bei den untersuchten großen Portalen führen 67,3 Prozent der Zitate auf Sammel- und Listenseiten, nur 13,7 Prozent auf die Seite eines einzelnen Betriebs. Copilot weicht deutlich davon ab: Dort führen 74 Prozent der Portal-Zitate auf einzelne Betriebsseiten. Zusätzlich zum eigenen Eintrag lohnt sich deshalb der Blick auf die Listen, in denen ein Haus vorkommt.

Sammelseiten der Destination

Auch regionale Übersichten wie „Familienunterkünfte“ oder „Wellnesshotels“ können als Quellen dienen. Ein vollständiger, aktueller Betriebseintrag unterstützt die Qualität dieser Seiten. Dass eine Liste zitiert wird, bedeutet allerdings nicht automatisch, dass jeder dort gelistete Betrieb in der KI-Antwort genannt wird.

Quellenmischung bei Hotel- und Unterkunftsfragen je KI-System, August 2026: Portale, Websites der Betriebe, Googles Ortseinträge, Tourismusorganisationen, Medien und Blogs. Studie Manuela Machner (KiNET.ai).

Bei den 45 Hotel- und Unterkunftsfragen entfallen im August 37,6 Prozent der Zitate auf Portale, 28,7 Prozent auf Betriebswebsites und 3,4 Prozent auf Googles Ortseinträge. Im Google AI Mode kommt bei diesen Fragen ungefähr jedes siebte Zitat aus einem Ortseintrag.

Was heißt das für dich? Prüfe diese vier Wege gemeinsam: Stimmen Profil und Betriebsdaten? Erklärt die Startseite verständlich, für wen dein Angebot passt? Helfen Umgebungs- und Leistungsseiten bei konkreten Gästefragen? Sind deine Einträge bei Portalen und der Destination aktuell? Zimmer- und Buchungsseiten bleiben für Gäste wichtig, auch wenn sie in diesem Fragenset seltener zitiert werden.

4. Sechs KI-Systeme, sechs unterschiedliche Quellenmuster

Viele fragen mich: Für welche KI soll ich optimieren? Meine Antwort nach fünf Monaten: Schau dir die Systeme einzeln an. 63,8 Prozent der im August zitierten Domains kommen nur in einem einzigen System vor. 245 Domains werden von allen sechs zitiert und tragen zusammen 46,8 Prozent aller Zitate. Selbst bei den beiden Google-Systemen unterscheiden sich die Quellen: Nur rund 40 Prozent der Domains, die AI Overviews zitieren, stehen bei derselben Frage am selben Tag auch in der Antwort des AI Mode.

ChatGPT hat den höchsten Anteil an Zitaten von Tourismusorganisationen und öffentlichen Stellen. Die durchschnittliche Zahl unterschiedlicher Domains je Antwort sinkt von 11,3 im April auf 7,8 im Zeitraum 1. bis 17. August. Perplexity greift besonders häufig auf Magazine und Blogs zurück, der Google AI Mode auf Googles Ortseinträge und Copilot auf Betriebswebsites. Claude ist erst seit August dabei und zieht häufiger internationale Plattformen heran. Für Claude ist das eine Momentaufnahme aus einem Monat, kein Trend.

Die Unterschiede reichen bis zur Sprache. Obwohl alle Fragen auf Deutsch gestellt wurden, führen bei Claude 42,5 Prozent der sprachlich zuordenbaren Zitate auf englische Seiten, bei Copilot 26,4 Prozent und bei ChatGPT 13,5 Prozent. Im Google AI Mode sind es 2,9 Prozent. Zuordenbar waren je nach System nur 14 bis 33 Prozent aller Zitate; die Werte gelten also nicht für sämtliche Quellenverweise.

Anteil englischsprachiger Seiten an den Zitaten mit erkennbarer Sprachversion, August 2026: Claude 42,5, Copilot 26,4, ChatGPT 13,5, Perplexity 3,5, AI Mode 2,9, AI Overviews 2,0 Prozent. Studie Manuela Machner (KiNET.ai).

Was heißt das für dich? Beobachte mehrere Systeme und prüfe deine englischen Inhalte auf Vollständigkeit und Aktualität. Als Betrieb würde ich mit Angebot, Lage, Anreise, Zimmern und Preisen sowie Kontakt beginnen. Als Destination mit Regionsübersicht, Anreise, wichtigsten Aktivitäten, Unterkünften und Saisoninformationen. Welche Seiten zuerst dran sind, hängt von deinen Gästen ab. Die Studie belegt keine Mindestzahl englischer Seiten und keine Zitiergarantie durch Übersetzung.

5. Ein 37-Sekunden-Video wird 361 Mal zitiert

Dieser Einzelfall hat mich besonders beschäftigt: Ein YouTube-Short über den Lünersee ist 37 Sekunden lang, hat keine Beschreibung und nur automatisch erzeugte Untertitel. Der Titel nennt den See nicht. Trotzdem wird das Video von April bis August 361 Mal zitiert, ausschließlich von Google AI Mode und Google AI Overviews.

Ich habe eine gespeicherte Antwort mit dem gesprochenen Text verglichen. Fünf von sechs Aussageelementen lassen sich sinngemäß dort wiederfinden, darunter der Lünersee, die Lünerseebahn und die Umrundung. Das spricht in diesem Fall dafür, dass Google auch die über Untertitel erschließbaren Inhalte verwendet. Es macht zugleich deutlich, wie wichtig präzise Angaben im Video sind: Formulierungen können verkürzt oder anders eingeordnet in einer Antwort landen.

In der untersuchten Auswahl hat mehr als die Hälfte der meistzitierten YouTube-Videos weniger als 10.000 Aufrufe. Große Reichweite ist hier also keine Voraussetzung. Social-Media-Quellen werden in diesem Datensatz vor allem von den beiden Google-Systemen zitiert.

Die Studie hat auch die Zugangsregeln der Plattformen geprüft. Laut robots.txt vom 24. September 2026 schränken TikTok, Instagram und Facebook die untersuchten Such- und Abrufbots von OpenAI, Anthropic und Perplexity weitgehend ein. Das ist eine datierte Bestandsaufnahme und keine dauerhafte Aussage über alle Zugriffswege.

Was heißt das für dich? Nenne Ort und Thema im Titel und im gesprochenen Text. Prüfe automatische Untertitel und ergänze eine hilfreiche Beschreibung. „11 Wanderungen mit Kindern rund um Innsbruck“ lässt sich leichter einordnen als „Was für ein Tag“. Gute Website-Inhalte bleiben daneben wichtig, weil die anderen untersuchten Systeme Social Media in diesem Datensatz kaum als Quelle nutzen.

Was die Studie zeigt – und wo ihre Grenzen liegen

Die Untersuchung zeigt, welche Quellen bei 154 gleichbleibenden deutschsprachigen Sommerfragen zu Österreich-Urlaub zitiert werden. Sie ist wiederholbar, aber nicht repräsentativ für alle Reiseanfragen. Winterthemen sind nicht enthalten. Sie ist auch keine Tiefenanalyse eines einzelnen Hauses oder einer einzelnen Region.

  • Zeitraum: 1. April bis 31. August 2026, mit Daten an 152 Tagen. Für den 31. Juli fehlen Daten.

  • Vergleichbarkeit: Monatsvergleiche beziehen sich auf die fünf durchgehend erfassten Systeme; Claude kommt im August dazu.

  • Erfassungsgrenze: Im späten August wurden bei ChatGPT und im Google AI Mode deutlich weniger Quellen aufgezeichnet. Ob das an den Systemen oder der Erfassung lag, lässt sich nicht sicher trennen. Mengenvergleiche zwischen Systemen und Werte je Antwort beruhen deshalb auf dem 1. bis 17. August.

  • Einordnung: Quellen- und Seitentypen sowie Sprachversionen wurden teilweise näherungsweise zugeordnet. Claude wird über eine Programmierschnittstelle erfasst, die anderen Systeme über ihre öffentliche Oberfläche.

  • Aussagekraft: Gemessen werden Quellenverweise, keine Empfehlungen, Buchungen oder Website-Besuche. Ob eine einzelne Maßnahme zusätzliche Sichtbarkeit erzeugt, wurde nicht experimentell geprüft.

Die vollständige Methodik findest du in Kapitel 1 der Langfassung. Die Messung läuft weiter, weil sich sowohl KI-Systeme als auch ihre Quellen verändern.

Mein Fazit: Gästefragen gut beantworten und die Quellen prüfen

Einen fixen Platz in einer KI-Antwort kann niemand garantieren. Was wir tun können, ist sehr konkret: hilfreiche Antworten veröffentlichen, Informationen aktuell halten und beobachten, aus welchen Quellen die Systeme schöpfen. Dieses Handwerk kennen wir im Tourismus. Neu ist, dass die Systeme unsere Informationen auswählen, verdichten und weitererzählen.

Meine Frage von 2024 bleibt damit aktuell: Wie werden wir als relevante Quelle gefunden? Die Studie liefert dazu eine belastbarere Grundlage für die nächsten Schritte. Welche davon für dein Haus oder deine Region wirken, muss anschließend mit passenden Fragen gemessen werden.

Studie, Kurzfassung und Gästefragen herunterladen

Alle Unterlagen sind frei zugänglich, ohne Formular:

Auf der Studienseite findest du die Unterlagen gebündelt. Im GEO-Monitor Österreich kannst du selbst erkunden, welche Quellen bei den erfassten Themen zitiert werden.

Sitzt du gerade am Voranschlag 2027? Schreib mir ein Wort: „Budget“, dann schicke ich dir meine Seite mit drei Budgetpositionen, die sich mit Daten begründen lassen.

Und jetzt bin ich neugierig. Welcher der fünf Befunde passt zu dem, was du in deinem Betrieb oder deiner Region beobachtest, und welcher gar nicht?

Häufige Fragen zur KI-Sichtbarkeit im Tourismus

Wie wird meine Hotel-Website in den KI-Antworten von ChatGPT und Google sichtbar?

Versprechen kann das niemand, die Studie zeigt, wer zitiert wird, nicht warum. Sie zeigt aber die Wege, über die ein Betrieb in die Antwort kommt: das Google-Unternehmensprofil, die eigene Website mit Startseite, Umgebungsseite und Leistungsseiten, die Listen der Portale und den eigenen Eintrag auf den Sammelseiten der Destination. Und sie zeigt, was oft zitierte Seiten gemeinsam haben, vor allem den Begriff der Frage im Titel. Wie daraus ein Plan für die ganze Website wird, zeigt das GEO-Leitsystem™ von KiNET.ai.

Welche Quellen zitiert die KI bei Urlaubsfragen zu Österreich?

Im August 2026 führen 47,4 Prozent der Zitate zu kommerziellen Anbietern wie Portalen, Hotels und Bergbahnen, 16,9 Prozent zu Tourismusorganisationen und öffentlichen Stellen, 10,3 Prozent zu Medien und 9,1 Prozent zu Blogs, gerechnet über alle sechs Systeme. Die Websites einzelner Betriebe tragen allein rund 17 Prozent. Keine einzelne Quelle dominiert: Die meistzitierte kommt im August auf 3,7 Prozent. Im August werden 10.257 verschiedene Domains zitiert, von April bis August 19.519.

Wie schnell zitiert die KI eine neue Seite?

Für eine einzelne Seite kann das niemand zusagen. Rund 30 Prozent der August-Zitate führen auf Seiten, die im April noch nicht zitiert wurden. Bei 30 geprüften neuen Seiten, die im August zu den meistzitierten gehören, lagen zwischen Veröffentlichung und erstem Zitat im Median fünf Tage. Das sind Erfolgsfälle, wie viele neue Seiten nie zitiert werden, zeigt die Prüfung nicht.

Braucht mein Betrieb eine englische Website, wenn die Gäste auf Deutsch fragen?

Ja, in diesem Monitoring greifen manche Systeme trotz deutscher Fragen auf englische Seiten zurück. Bei Claude betrifft das 42,5 Prozent der anhand der URL sprachlich zuordenbaren Zitate, bei Copilot 26,4 Prozent und bei ChatGPT 13,5 Prozent. Wichtige englische Gästeinformationen sollten deshalb vollständig und aktuell sein. Die Wirkung einer Übersetzung wurde nicht gemessen; eine bestimmte Mindestzahl englischer Seiten lässt sich daraus nicht ableiten.

Werden Instagram-, TikTok- und YouTube-Beiträge von ChatGPT zitiert?

Im untersuchten Datensatz kaum. YouTube, Instagram, Facebook und TikTok werden in relevantem Umfang vor allem von Google AI Mode und Google AI Overviews zitiert. Das beschreibt diese Fragen und diesen Zeitraum; daraus folgt kein genereller Ausschluss von Social Media aus künftigen KI-Antworten.

Zeigt die Studie, wie sichtbar meine Region oder mein Betrieb ist?

Nein. Die Studie ist ein Querschnitt über Österreich-Urlaub mit 154 Gästefragen, wiederholbar, aber nicht repräsentativ, und keine Tiefenanalyse einzelner Regionen oder Betriebe. Wie eine einzelne Region oder ein Betrieb dasteht, zeigt erst ein eigenes, dichteres Fragenset, etwa fünfzig Fragen zu einer Region statt drei. Solche Fragensets baue ich auf und werte sie aus, Anfragen an info@kinet.ai.

Datenbasis

Manuela Machner (KiNET.ai) (2026): KI-Sichtbarkeit im Österreich-Tourismus. GEO-Monitor Österreich, April bis August 2026. Version 1.0, 28. September 2026. Datenbasis: 1.140.482 Quellenverweise, 154 Gästefragen, 19.519 zitierte Domains. Rohdaten: Otterly.ai. Aufbereitung, Kategorisierung und Analyse: Manuela Machner. Zur vollständigen Studie.

Über die Autorin: Manuela Machner (KiNET.ai) ist Touristikerin und KI-Beraterin für den Tourismus. Vor der Gründung von KiNET.ai war sie neuneinhalb Jahre Geschäftsführerin der Tourismusdestination Murtal/Region Spielberg. Mit KiNET.ai begleitet sie Tourismusbetriebe, Destinationen und Verbände beim praxisnahen Einsatz von KI, von Schulungen und Workshops über KI-Strategie bis zur Sichtbarkeit in KI-Suchsystemen. Mehr über Manuela Machner

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