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Transparenz bei KI-Inhalten: 7 Tipps für Hotels und Destinationen

vor 1 Tag
4 Min. Lesezeit

KI-generierte Illustration zum Thema Transparenz und Verantwortung beim KI-Einsatz.

Dieser Beitrag gehört zur Praxisreihe „KI-Sichtbarkeit im Tourismus – verständlich umsetzen“.

Euer Rezeptionsteam sammelt die häufigsten Anreisefragen. Eine KI hilft beim Ordnen und Formulieren. Für einen Themenbeitrag erstellt ihr eine Illustration. Das sind unterschiedliche Aufgaben, die ihr bei einem Hinweis zum KI-Einsatz auch unterschiedlich erklären könnt.

Für mich beginnt die Entscheidung bei den Gästen: Welche Information zur Entstehung hilft ihnen, den Text oder das Bild einzuordnen? Ein guter Hinweis kann zeigen, welches Wissen von euch kommt und wofür ihr KI verwendet habt.

Was Google dazu sagt

Google empfiehlt in seinem Leitfaden, LeserInnen passenden Kontext zur Erstellung eines Inhalts zu geben. Dazu können Informationen zum Einsatz von Automatisierung und Bildmetadaten gehören. Der Google-Leitfaden zu KI-Inhalten.

Bildmetadaten sind Informationen, die in einer Bilddatei gespeichert sind. Eine sichtbare Bildunterschrift und solche technischen Angaben haben unterschiedliche Aufgaben. Im selben Leitfaden nennt Google außerdem besondere Anforderungen für Inhalte im Merchant Center.

Die folgenden Tipps helfen euch bei der redaktionellen Entscheidung. Ausgangspunkt bleibt euer eigenes Wissen: Was habt ihr beigesteuert und wie habt ihr es für Gäste aufbereitet?

1. Haltet fest, wofür ihr KI eingesetzt habt

Beginnt mit einem Satz für eure internen Notizen. Hat die KI Teamnotizen geordnet, einen Text formuliert, eine Übersetzung vorbereitet oder ein Bild erzeugt? Vielleicht hat sie auch nur drei Überschriften vorgeschlagen.

Diese Unterscheidung macht einen späteren Hinweis genauer. „Mit KI erstellt“ sagt wenig darüber, woher die Informationen kommen. „Unsere Tipps wurden mit KI sprachlich aufbereitet“ erklärt die Aufgabe schon besser.

2. Fragt, was Gäste über die Entstehung wissen möchten

Bei einem persönlichen Wandertipp kann die Herkunft der Empfehlung interessant sein: Wer kennt den Platz aus eigener Erfahrung? Bei einer Illustration hilft die Einordnung des Motivs. Bei einem übersetzten Text kann die geprüfte Ausgangsversion wichtig sein.

Meine Frage fürs Team wäre: „Welche zusätzliche Erklärung hilft jemandem, diesen Inhalt zu verstehen?“ Daraus ergibt sich, ob ein kurzer Hinweis direkt beim Inhalt sinnvoll ist und was er sagen sollte.

3. Beschreibt euren Beitrag und die Aufgabe der KI

Ein Hinweis darf ruhig konkret sein. Zum Beispiel: „Die Tipps stammen aus den Fragen an unsere Rezeption. Für die Formulierung haben wir KI eingesetzt; unser Team hat den Text geprüft.“ Verwende so einen Satz, wenn er euren tatsächlichen Ablauf beschreibt.

Damit erfahren Gäste etwas über die Grundlage und die Bearbeitung. Es passt zu unserem ersten Schritt in dieser Reihe: Zuerst das eigene Wissen sammeln und erst dann den Text schreiben lassen.

4. Setzt den Hinweis dorthin, wo er hilft

Eine Erläuterung zum Bild würde ich in dessen Nähe setzen. Bei einem längeren Beitrag kann eine kurze Notiz zur Entstehung am Ende passen. Wählt eine Stelle, an der die Erklärung im Zusammenhang verständlich ist.

Bei einer Illustration könnte die Bildunterschrift heißen: „Mit KI erstellte Illustration zum Thema Wandern.“ Bei einem konkreten Wegfoto ist wiederum der Ortsname hilfreich. Der jeweilige Hinweis soll zum Motiv und seiner Aufgabe passen.

5. Macht die Verantwortung sichtbar

Legt fest, wer hinter dem Beitrag steht, wer Fragen dazu beantwortet und wer ihn aktuell hält. Ein KI-Hinweis erklärt einen Arbeitsschritt. Die Verantwortung für eure Haus- und Regionsinformationen bleibt im Team.

Bei veränderlichen Angaben würde ich zusätzlich einen nachvollziehbaren Prüfstand festhalten. Ein Veranstaltungstermin und eine aktuelle Wegempfehlung brauchen einen Pflegeweg. Auch ein gut erklärter KI-Einsatz ersetzt diese Arbeit nicht.

6. Prüft besondere Vorgaben für euren Einsatzort

Wenn ihr Produktdaten an Google Merchant Center übermittelt, gelten besondere Anforderungen. KI-generierte Bilder benötigen dort die entsprechende IPTC-Kennzeichnung in den Bildmetadaten. Für generierte Produkttitel und Beschreibungen nennt Google eigene strukturierte Attribute mit Kennzeichnung des KI-Ursprungs. Die Merchant-Center-Vorgaben für KI-Inhalte.

Das betrifft diesen konkreten Dienst. Eine sichtbare Zeile „KI-generiert“ ersetzt die geforderten technischen Angaben nicht. Wenn ihr Merchant Center nutzt, klärt mit der zuständigen Person, wie euer System diese Informationen übermittelt und vorhandene Bildmetadaten erhält.

Für die allgemeine Website-Aufbereitung schaut ihr auf Googles Empfehlung, Gästen sinnvollen Kontext zu geben. Prüft zusätzliche Anforderungen jeweils für den Dienst oder Einsatzort, den ihr tatsächlich verwendet.

7. Vereinbart einen kurzen Ablauf im Team

Haltet für einen Beitrag vier Dinge fest: Woher kommt das Wissen? Was hat die KI gemacht? Welcher Hinweis hilft den Gästen? Wer prüft und pflegt den Inhalt?

Das muss keine lange Dokumentation sein. Das ausgefüllte Arbeitsblatt zu diesem Beitrag reicht als Ausgangspunkt. Wenn sich die Verwendung eines Bilds oder Texts ändert, schaut ihr auch die Einordnung noch einmal an.

Hotelbeispiel: Antworten aus der Rezeption

Das Hotel Morgenblick erstellt eine Seite zur Anreise mit dem Zug. Das Team sammelt die E-Mail-Fragen und die Antworten zur Abholung. KI hilft, daraus einen gut lesbaren Text zu machen. Die Rezeption prüft die fertige Fassung.

Ein passender Hinweis könnte lauten: „Die Anreisetipps beruhen auf den Fragen an unsere Rezeption. Wir haben sie mit KI sprachlich aufbereitet und im Team geprüft. Bei Fragen zur Abholung hilft dir unsere Rezeption.“

Die Erklärung zeigt den konkreten Anteil des Hauses. Gäste finden weiterhin die entscheidenden Informationen im Text: wie sie die Abholung vereinbaren und an wen sie sich wenden können.

Destinationsbeispiel: Eine Illustration zum Wanderthema

Die Destination Bergtal veröffentlicht einen Beitrag darüber, wie Gäste ihre Wandertour vorbereiten können. Als Einstieg verwendet sie eine bewusst illustrative, mit KI erstellte Berglandschaft. Weiter unten zeigen eigene Fotos die tatsächlich empfohlenen Aussichtspunkte.

Beim Einstiegsbild könnte stehen: „Mit KI erstellte Illustration zum Thema Tourenplanung.“ Bei den Ortsfotos: der Name des jeweiligen Aussichtspunktes und die passende Beschreibung.

So wird die Aufgabe der Bilder im Beitrag verständlich. Das Wissen zu Abstechern und Rückwegvarianten stammt aus der Region und wird im lesbaren Wandertipp erklärt.

Dein nächster Schritt

Nimm einen Inhalt, bei dem ihr KI verwendet habt. Druck die Entscheidungshilfe aus und geht die Fragen gemeinsam durch. Formuliert einen Hinweis nur so konkret, wie ihr euren tatsächlichen Ablauf beschreiben könnt, und wählt die passende Stelle dafür.

Wenn du einen einfachen Redaktionsablauf für KI im Team aufsetzen möchtest, schreib mir an info@kinet.ai. Ich unterstütze dich beim Sammeln und Aufbereiten eures Wissens.

Fachlich geprüft am 4. Oktober 2026. Grundlage sind die verlinkten Originalquellen; Beispiele und Arbeitsabläufe sind redaktionelle Ableitungen.

Gemeinsam im Team umsetzen

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