KI und Reisen
Österreich Werbung gemeinsam mit dem NIT
Österreich Werbung · Studie · Deutsch · 15. Juni 2026
Befragung in zehn Quellmärkten zur Nutzung von KI bei der Reiseplanung. Der Anteil jener, die sich von KI inspirieren lassen wollen, ist innerhalb von eineinhalb Jahren von 3 auf 13 Prozent gestiegen.
Das steht in der Studie
13 Prozent der Reiseplanenden wollen sich bei der Zielwahl für den Sommer 2026 von ChatGPT oder anderen KI-Anwendungen inspirieren lassen. Eineinhalb Jahre davor waren es 3 Prozent.
Bei der Gen Z im Alter von 18 bis 31 Jahren stieg der Wert von 5 auf 24 Prozent.
Je nach Phase der Customer Journey haben zwischen 21 und 43 Prozent der 18- bis 75-Jährigen KI bereits genutzt.
Zwischen 30 und 42 Prozent planen, KI künftig entlang der Reiseplanung einzusetzen.
Ein Fünftel bis ein Viertel der Befragten empfindet Reisen durch den KI-Einsatz als entspannter und sicherer.
Das sagt Manuela Machner dazu
Die Zahl, die zeigt, dass KI im Tourismus keine Zukunftsfrage mehr ist: Bei der Gen Z hat sich die KI-Nutzung zur Reiseinspiration in eineinhalb Jahren fast verfünffacht.
Vor einem Jahr habe ich bei Tests noch Ausflugsziele bekommen, die es nicht gab, und bin bei Veranstaltungen gelandet, die längst vorbei waren. Inzwischen ist die Trefferquote deutlich besser, und genau das ist der Grund, warum diese Zahlen jetzt steigen. Solange KI Dinge erfindet, bleibt sie ein Spielzeug für die Inspiration. Sobald sie verlässlich wird, entscheidet sie mit.
Besonders deutlich sehe ich das bei Anfragen, die keine Bilder brauchen. Wer wissen will, ob ein Ausflugsziel für Kinder passt, wie lange man braucht oder was man bei Regen macht, geht heute zur KI und nicht mehr auf die Website.
Aus meiner Praxis
3 Empfehlungen aus meiner Sicht
Daten überall gleich halten und Abgelaufenes ausmisten. Widersprüchliche Angaben auf Website, Buchungsplattform und Google-Profil sind eine Einladung zur Halluzination. Zeitgebundene Inhalte wie Veranstaltungen brauchen ein sichtbares Datum und müssen aktiv entfernt werden, sonst bleiben sie für KI-Systeme ewig gültig.
Bei junger Zielgruppe ist KI-Sichtbarkeit keine Kür mehr. Eine Steigerung von 5 auf 24 Prozent bei der Gen Z innerhalb von eineinhalb Jahren heißt: Wer diese Gruppe im Quellmarkt hat, verliert Reichweite, wenn er in KI-Antworten nicht vorkommt.
Informationsfragen in Text beantworten, nicht in Bildern zeigen. Für wen ist das Angebot geeignet, wie lange dauert es, was kostet es, was macht man bei Schlechtwetter, wie kommt man ohne Auto hin. Viele Betriebe zeigen das in Fotos und Videos. Dort können KI-Systeme es nicht lesen.
Die Beobachtung zu den Halluzinationen stammt aus meinen eigenen Tests und ist kein Befund der Studie.
Häufige Fragen
Wie viele Reisende nutzen KI für die Reiseplanung?
13 Prozent der Reiseplanenden wollen sich bei der Zielwahl für den Sommer 2026 von ChatGPT oder anderen KI-Anwendungen inspirieren lassen. Eineinhalb Jahre davor waren es 3 Prozent. Das zeigt die Studie KI und Reisen der Österreich Werbung, befragt wurden Personen von 18 bis 75 Jahren in zehn Quellmärkten.
Nutzt die Gen Z KI häufiger für die Urlaubsplanung?
Ja, deutlich. Bei den 18- bis 31-Jährigen stieg der Anteil, der sich von KI zur Zielwahl inspirieren lassen will, von 5 auf 24 Prozent. Das ist fast das Fünffache innerhalb von eineinhalb Jahren und damit klar stärker als im Gesamtdurchschnitt.
In welchen Märkten wurde die Studie KI und Reisen erhoben?
In zehn Märkten: Österreich, Deutschland, Deutschschweiz, Niederlande, Großbritannien, Italien, Polen, Tschechien, Ungarn und Rumänien. Die Online-Befragung lief von 18. März bis 8. April 2026 unter Personen im Alter von 18 bis 75 Jahren.
Was sollten Tourismusbetriebe aus der Studie ableiten?
Drei Dinge. Erstens die eigenen Daten auf allen Kanälen gleich halten und abgelaufene Inhalte wie vergangene Veranstaltungen aktiv entfernen. Zweitens KI-Sichtbarkeit ernst nehmen, wenn junge Zielgruppen im Quellmarkt liegen. Drittens Informationsfragen wie Eignung, Dauer, Preis und Schlechtwetteralternativen als Text beantworten und nicht nur in Bildern zeigen, weil KI-Systeme Bilder nicht auslesen.

