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Wie wird 2050 aussehen? KI, Robotik und Longevity im Check

Aktualisiert: 17. Apr.

Wer heute sagt, Science-Fiction sei weit weg, hat die letzten fünf Jahre nicht aufgepasst. Wir reden mit Maschinen. Wir lassen KI unsere Reisen planen. Wir tauschen Kniegelenke aus, die irgendwann selbst erneuert werden müssen. Die Zukunft ist nicht ein Ereignis, das kommt. Sie ist ein Prozess, der läuft.


In Folge 109 von Mind/Machine nehmen sich Manuela Machner und Eliot Mannoia ein Querdenker-Thema vor: Wie wird unser Alltag 2050 aussehen? Was davon ist Spinnerei, was ist knallharte technologische Richtung? Sechs Themen, die niemand ignorieren sollte, der in der nächsten Dekade strategisch denkt.


Metaverse: Nicht tot, nur verschoben

Das Metaverse hat seinen Hype nicht überlebt, aber die Technologie dahinter schon. Weltmodelle machen fotorealistische virtuelle Räume möglich. Konzerte, bei denen du neben dem Künstler auf der Bühne stehst. Zeitreisen durch das alte Ägypten. Treffen mit Freunden, die auf einem anderen Kontinent leben. Das Potenzial ist klar, die Frage ist nur: wie schnell. Vor fünf Jahren gab es bereits ein VR-Konzert von U2, bei dem Bono einen Meter vor dir stand und für dich gesungen hat. Das war ein Anfang.


Robotik: Ab 2030 kommt der Schock

Eine Firma in England arbeitet seit Jahren an menschlicher Mimik und Gestik. Die Universität Tokio hat es geschafft, menschliche Haut zu züchten. Und Stimmen, die täuschen können, gibt es schon. Kombiniert man das, ist ein Roboter an der Supermarktkasse keine 50-Jahres-Vision mehr. Realistisch: drei bis fünf Jahre, technisch gesehen. Robotics wird das nächste große KI-Moment. Inklusive Kinderkrankheiten und rasantem Aufholen.


Longevity: Wenn die Oma wie 40 aussieht

Kniegelenke werden heute ausgetauscht und irgendwann erneuert. Die Longevity-Forschung geht weiter. Zellen auf Zellebene zurückdrehen, bevor eine Krankheit entsteht. Kinder, die heute geboren werden, könnten 150 Jahre alt werden. Das stellt alles in Frage: Pension, Generationengefüge, gesellschaftliche Rollen.


KI-Companions: Die Maschine, die zuhört

Gemini hat auf der ITB in Berlin das ruhigere Restaurant ausgewählt, weil es wusste: drei Tage Messe, kein Trubel mehr nötig. Personalisierte KI kennt deinen Schlaf, deine Biometrie, deine Geschichte. Sie hört zu, wenn Menschen gerade keine Kapazität haben. Der Film Her war 2013 Science-Fiction. Heute ist er näher an einer Dokumentation.


Mobilität: Wofür noch ein eigenes Auto?

Waymo zeigt in den USA, was möglich ist. Autonomes Fahren ohne Fahrer, auf Abruf. Wenn die Fahrt kaum etwas kostet, weil kein Mensch bezahlt werden muss, und das Fahrzeug nach der Ablieferung gleich weiterrollt zur nächsten Person, ändert sich die Grundfrage. Nicht: wie fahre ich. Sondern: brauche ich überhaupt noch ein eigenes Fahrzeug?



Schnittstellen: Von der Maus zur Gedankensteuerung

Wir haben einmal Befehle getippt. Dann kam die Maus. Dann der Touchscreen. Dann Sprache. Das nächste Interface ist der Gedanke. Das Gehirn einer Fliege wurde bereits vollständig digitalisiert und simuliert. Die Fliege konnte, ohne Training, gehen, fliegen, fressen, nur auf Basis der Gehirnstruktur. Die Maus ist als nächstes.


Das Wichtigste zusammengefasst

  • Metaverse-Technologie reift still und leise nach.

  • Robotik wird in den 2030ern das nächste große Schockthema.

  • Longevity stellt gesellschaftliche Grundstrukturen in Frage.

  • KI-Companions verändern, wie wir Beziehungen erleben.

  • Autonome Mobilität macht Eigentumsmodelle neu.

  • Schnittstellen verschwinden Richtung Gedanken, Stimme, Körper.


Folge anhören

Diese Folge gibt es auf Spotify, Apple Podcasts und Amazon Music. Direkt zur Folge: https://www.mind-machine.at

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