Wer profitiert durch den Tourismus in Österreich? Wir alle!
- Manuela Machner

- vor 21 Stunden
- 3 Min. Lesezeit
In der aktuellen Debatte rund um das Thema Reisen fällt immer öfter ein Begriff: „Overtourism“. Doch wenn wir ehrlich sind, verstellt uns dieses Schlagwort oft den Blick auf das große Ganze. Ja, es gibt punktuelle Herausforderungen an einzelnen Hotspots zu Stoßzeiten. Aber schauen wir uns das Gesamtbild an, dann zeigt sich: Österreich lebt nicht nur vom Tourismus – wir leben gut mit ihm. Und zwar wirtschaftlich, ökologisch und sozial.
Mehr als nur Betten und Schnitzel: Ein Motor für Lebensqualität
Der Tourismus ist in vielen Regionen Österreichs weit mehr als ein Wirtschaftsfaktor. Er ist das Rückgrat unserer Infrastruktur.
Haben wir uns schon einmal gefragt, warum es in kleinen Gemeinden noch einen Bankomaten, einen gut sortierten Nahversorger oder eine Busverbindung gibt, die über den reinen Schulbus hinausgeht? In vielen Fällen ist die Antwort: Weil die Gäste da sind. Ohne die Auslastung durch den Tourismus wären diese Dienstleistungen für viele Orte schlichtweg nicht finanzierbar.
Wirtschaftliche Stabilität im Alltag
Tourismus schafft Jobs, das ist bekannt. Aber denken wir einen Schritt weiter: Diese Arbeitsplätze sichern das Einkommen, das direkt wieder in die regionale Wirtschaft fließt.
Wer einen sicheren Job im Tourismus hat, geht öfter zum lokalen Friseur.
Er lässt sich die Krone beim Zahnarzt im Ort einsetzen.
Er beauftragt den örtlichen Handwerker, um die Heizung zu erneuern.
Tourismus sorgt für eine „Umweltrentabilität“ im besten Sinne: Er hält den Kreislauf in den Regionen am Laufen.
Naturschutz durch Wertschätzung
Oft wird behauptet, Tourismus würde die Natur belasten. Ich sehe das Gegenteil: Sobald der Tourismus eine Rolle spielt, steigt der Wert, den wir unseren Ressourcen beimessen.
Wanderwege werden gepflegt und erschlossen.
Naturräume werden geschützt, weil sie das Kapital für das Erlebnis sind.
Es wird massiv in ressourcenschonende Technologien investiert.
Glauben wir wirklich, dass unsere Wanderwege und Almen in diesem hohen Standard erhalten blieben, wenn niemand käme, um sie zu bewundern? Der Gast gibt der Landschaftspflege einen ökonomischen Wert, der uns allen zugutekommt.
Ein Bekenntnis zu unserer Heimat
Es geht beim Tourismus um so viel mehr als um reine Wertschöpfung oder Nächtigungszahlen. Es geht um unsere lebens- und liebenswerte Heimat. Dass die Bundesregierung dieses Thema so stark gewichtet, ist kein Selbstzweck. Es ist eine Investition in die Identität und die Zukunft unseres ländlichen Raums.
Die Impulse der Bundesregierung helfen dabei, diesen Weg nachhaltig und modern weiterzugehen. Wer mehr über die aktuellen Strategien und Impulse erfahren möchte, findet tiefere Einblicke direkt auf den Seiten des Bundeskanzleramtes.
Mein Fazit: Hören wir auf, den Tourismus als Problem zu sehen. Er ist ein wesentlicher Teil der Lösung für ein lebendiges, modernes und grünes Österreich.
Häufig gestellte Fragen zum Nutzen des Tourismus in Österreich (FAQ)
1. Wer profitiert in Österreich wirklich vom Tourismus?
Die Antwort ist umfassend: Wir alle. Neben den direkt Beschäftigten in Hotellerie und Gastronomie profitieren lokale Handwerker, Dienstleister wie Friseure und Zahnärzte sowie die gesamte Bevölkerung von der durch Gäste finanzierten Infrastruktur. Der Tourismus ist der Motor, der den regionalen Wirtschaftskreislauf in Schwung hält.
2. Warum ist der Tourismus für die Infrastruktur im ländlichen Raum so wichtig?
In vielen kleinen Gemeinden sichert erst der Tourismus die Existenzgrundlage für Einrichtungen des täglichen Bedarfs. Dazu gehören Nahversorger, Bankomaten und öffentliche Verkehrsmittel, die ohne die zusätzliche Auslastung durch Gäste wirtschaftlich nicht tragbar wären. Der Tourismus verhindert somit die Abwanderung und erhält die Lebensqualität für die Einheimischen.
3. Ist „Overtourism“ ein generelles Problem in Österreich?
Nein. Während das Phänomen an sehr wenigen Hotspots zu Stoßzeiten auftritt, herrscht in weiten Teilen Österreichs ein harmonisches Miteinander von Gästen und Einheimischen. Der Großteil der Regionen profitiert massiv von den Besuchern, ohne dass die soziale oder ökologische Tragfähigkeit überschritten wird.
4. Wie trägt der Tourismus zum Umweltschutz und zur Landschaftspflege bei?
Tourismus schafft eine „Umweltrentabilität“. Da eine intakte Natur das Hauptkapital des österreichischen Tourismus ist, wird massiv in die Erhaltung von Wanderwegen, die Pflege der Almen und den Schutz der Ressourcen investiert. Viele ökologische Projekte und Infrastrukturmaßnahmen im Naturschutz wären ohne die Einnahmen aus dem Tourismus finanziell nicht umsetzbar.



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