Welche Quellen zitiert KI, wenn Gäste nach Österreich-Urlaub fragen?
- Manuela Machner

- 3. Mai
- 4 Min. Lesezeit
Die häufigste Frage, die mir Touristiker stellen, ist nicht "Was ist GEO?" Sondern: "Wo soll ich meinen Content überhaupt eintragen? Was spielt wirklich eine Rolle?" Genau diese Frage beantworte ich seit April 2026 mit Daten: Ich beobachte monatlich, welche Quellen KI-Systeme zitieren, wenn Gäste nach Urlaub in Österreich fragen. Einen ersten Überblick über die Ergebnisse habe ich für ChangeTourismAustria aufbereitet, die Plattform von Österreich Werbung für Zukunftsthemen im Tourismus. Dass Österreich Werbung dieses Thema aufgreift, ist kein Zufall.

Die Frage hinter der Frage - KI Sichtbarkeit im Österreich Tourismus
Seit ich über GEO-Optimierung im Tourismus spreche, bekomme ich von Hotels, Destinationen und Regionen immer wieder dieselben Fragen. Soll ich auf Komoot eingetragen sein? Lohnt sich eine Kooperation mit einem Reisemagazin? Bringt die Präsenz auf einem Buchungsportal wirklich etwas, oder ist das nur für direkte Buchungen relevant?
Bisher konnte ich diese Fragen fundiert, aus meinen Beobachtungen, aber ohne harte Daten beantworten. Ich wusste, was aus der Theorie und internationalen Studien folgt. Was ich nicht wusste, war: Wie sieht das konkret für Österreich-Tourismus aus? Welche Plattformen, Medien und Websites tauchen tatsächlich auf, wenn jemand eine KI fragt, wohin er im Sommer fahren soll?
Ich wollte aufhören zu schätzen und anfangen zu messen.
Was ich mache und wie
Seit mitte Mai 2026 tracke ich 155 Gästefragen zu Urlaub in Österreich systematisch über sechs KI-Engines: ChatGPT, Google AI Mode, Google AI Overviews, Perplexity AI, Microsoft Copilot und Google Gemini. Die Fragen decken Themen wie Wandern, Wellness, Kulinarik, Familie, Unterkünfte und einzelne Bundesländer ab. Es sind Fragen, wie sie Gäste wirklich stellen.
Dafür verwende ich Otterly.ai, ein österreichisches Tool, das KI-Citations systematisch trackt und eine länderspezifische Filterung ermöglicht. Das macht einen wesentlichen Unterschied zu globalen Auswertungen: Wer Österreich-Tourismus beobachten will, braucht Österreich-Daten, keine US-zentrischen Durchschnittswerte.
Das Ergebnis für April 2026: 226.242 einzelne Citations auf 9.498 eindeutige Domains. Die vollständige Auswertung ist auf kinet.ai/ki-sichtbarkeit abrufbar und wird monatlich aktualisiert.
Was die Zahlen zeigen, das viele überrascht
Während in der internationalen GEO-Debatte viel über Wikipedia, Reddit und große US-Plattformen gesprochen wird, sieht die Realität im österreichischen Tourismus anders aus.
Die stärksten Quellen sind nicht die, die man aus dem allgemeinen KI-Diskurs kennt.
Die stärksten Quellen sind nicht die, die man aus dem allgemeinen KI-Diskurs kennt. Austria.info steht mit Abstand an der Spitze der institutionellen Quellen, mit 7.696 Citations über alle sechs Engines hinweg. Hinter austria.info steht Österreich Werbung, mit der ich in diesem Kontext zusammenarbeite. Ihr Contentpool ist thematisch breit, strukturiert und beantwortet konkrete Gästefragen verlässlich. Genau das bevorzugen KI-Systeme. Austria.info ist damit das stärkste heimische Beispiel dafür, was konsequente Content-Strategie auf KI-Ebene bewirken kann.
Daneben dominiert Komoot bei Wanderfragen, Falstaff bei Kulinarik, Booking.com und TripAdvisor bei Unterkunftssuche, 1000thingsmagazine.com bei Ausflugstipps.
Werbekooperationen auf dem KI-Prüfstand
Besonders aufschlussreich war die Arbeit mit Betrieben, für die ich spezifische Analysen durchgeführt habe. Was sich dabei zeigt: Nicht jede Kooperation, die für klassisches Marketing sinnvoll erscheint, hat auf KI-Ebene denselben Effekt.
Ein Betrieb war beispielsweise in mehreren Reisemedien präsent und hatte Werbekooperationen mit Plattformen, die im klassischen SEO gut performen. Bei der KI-Analyse stellte sich heraus, dass genau diese Kooperationen auf KI-Ebene kaum Wirkung zeigten, weil die jeweiligen Plattformen von den analysierten KI-Engines kaum als Quellen herangezogen wurden. Andere Kanäle, die der Betrieb bisher als weniger wichtig eingestuft hatte, tauchten dagegen regelmäßig in KI-Antworten auf. Solche konkreten Befunde verändern, wie Budgets sinnvoll eingesetzt werden.
Warum monatlich? Warum es nur eine Momentaufnahme ist.
KI-Sichtbarkeit ist keine statische Größe. Plattformen verändern ihre Zitiergewohnheiten, neue Quellen steigen auf, andere verlieren an Relevanz. Eine einmalige Analyse gibt einen Snapshot, aber keinen Trend. Dazu gibt es gerade ein neu erschienene Studie von Sistrix und Langzeit-Monitoring.
Für strategische Entscheidungen brauche ich Vergleichswerte über Zeit. Ab Mai 2026 zeigt das Dashboard auf kinet.ai/ki-sichtbarkeit einen direkten Monatsvergleich, damit sichtbar wird, was sich verändert und was stabil bleibt.
Für wen das relevant ist
Diese Auswertung ist für alle, die wissen wollen, ob und wo sie im österreichischen KI-Tourismus-Ökosystem sichtbar sind. Für Destinationsmanager, die Budgets für Plattform-Kooperationen rechtfertigen müssen. Für Hotelmarketingverantwortliche, die sich fragen, ob ihre Präsenz auf bestimmten Portalen wirklich etwas bringt. Für Regionen, die ihre Content-Strategie an der Realität orientieren wollen.
Die öffentliche Auswertung auf kinet.ai/ki-sichtbarkeit ist kostenlos. Für Betriebe, Destinationen oder Regionen, die eine eigene, tiefere Analyse mit spezifischen Fragen zu ihrem Angebot brauchen, gibt es individuelle GEO-Monitoring-Mandate. Denn das hier kann nur ein grober Überblick sein.
Fragen zur Sichtbarkeit in KI-Systemen und die entsprechende Analyse.
Warum reicht es nicht, einfach auf der eigenen Website präsent zu sein?
KI-Systeme zitieren bevorzugt Quellen, denen sie strukturell vertrauen: Plattformen mit breitem Datenpool, etablierte Medien, offizielle Stellen. Eine Destinationswebsite ist für KI oft kein primärer Anlaufpunkt, auch wenn sie inhaltlich umfangreich ist. Wer in KI-Antworten auftauchen will, muss dort präsent sein, wo KI sucht: auf den Plattformen, die für das jeweilige Thema als vertrauenswürdig eingestuft werden.
Was ist der Unterschied zwischen Österreich-spezifischen und globalen Auswertungen?
Globale Studien zeigen Tendenzen, aber keine österreichspezifischen Quellen. Wer wissen will, ob austria.info, tirol.at oder ein österreichisches Reisemagazin in KI-Antworten zu Österreich-Urlaub vorkommt, braucht eine Auswertung mit österreichischem Länderfokus. Globale Studien verwischen diese regionalen Unterschiede.
Was ist Otterly.ai?
Otterly.ai ist ein österreichisches Tool für das systematische Tracking von KI-Citations. Es ermöglicht, definierte Fragen regelmäßig über mehrere KI-Engines zu stellen und auszuwerten, welche Quellen in den Antworten zitiert werden. Für das österreichische Tourismus-Monitoring wird der Länderfokus Österreich gesetzt, damit die Ergebnisse regional relevant sind.
Wie kann ein Betrieb seine eigene KI-Sichtbarkeit analysieren?
Der erste Schritt ist, die eigenen Zielthemen und Regionen zu definieren und zu schauen, welche Quellen KI-Systeme für genau diese Fragen heranziehen. Das öffentliche Dashboard auf kinet.ai/ki-sichtbarkeit zeigt die Auswertung für allgemeine Österreich-Tourismusfragen. Für betriebsspezifische Analysen mit eigenen Prompt-Sets biete ich individuelle Monitoring-Mandate an.




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