SEO war gestern, GEO ist heute: Findet ChatGPT dein Unternehmen noch?
- Manuela Machner

- vor 1 Tag
- 3 Min. Lesezeit
Google liefert plötzlich fertige Antworten statt blauer Links, und Kunden fragen ChatGPT nach Hotelempfehlungen. Für viele Betriebe löst das aktuell echte Panik aus. In der neuesten Folge unseres Podcasts „Mind / Machine“ habe ich mich mit Jan Königstätter, Geschäftsführer der Top-Agentur Otago, ausgetauscht. Unser Fazit: Wer jetzt nicht von SEO auf GEO (Generative Engine Optimization) umdenkt, wird in der digitalen Welt unsichtbar.

Noch vor zwei Jahren hat es viele kleine Unternehmen kaum interessiert, ob sie bei Google auf Seite 2 oder Seite 5 stehen. Hauptsache, die Website war irgendwie online. Doch seit Google seinen AI-Modus (AI Overviews) ausrollt und Tools wie ChatGPT oder Perplexity den Alltag dominieren, ist eine spürbare Nervosität im Markt entstanden.
Plötzlich lautet die brennende Frage meiner Kunden: "Manu, warum empfiehlt ChatGPT eigentlich nicht mein Hotel oder mein Unternehmen?"
Genau über diesen Paradigmenwechsel habe ich mich in der aktuellen Podcast-Folge intensiv mit Jan Königstätter (Otago Online Consulting) und meinem Co-Host Eliot Mannoia unterhalten. Da die KI-Sichtbarkeit (GEO) mein absolutes Spezialgebiet bei KiNET ist, war dieser „Geek-Talk“ auf Augenhöhe extrem spannend.
Hier sind die wichtigsten strategischen Erkenntnisse für deinen Betrieb:
1. Der Traffic sinkt – aber nicht überall
Wir müssen uns ehrlich machen: Klassische Informationssuchen (der sogenannte „Upper Funnel“) werden sich verändern. Wenn jemand fragt: "Wie erstelle ich eine Pivot-Tabelle?" oder "Was sind die besten Ausflugsziele bei Regen im Salzkammergut?", wird die KI diese Antwort in Zukunft oft direkt auf der Suchseite geben. Der Nutzer muss gar keine externe Website mehr anklicken. Jan Königstätter schätzt, dass wir hier Einbrüche von rund einem Drittel des klassischen Traffics sehen werden.
Die gute Nachricht: Transaktionsbezogene Suchen (z.B. "Hotel Salzburg buchen") führen nach wie vor zu den Anbietern. Und: Menschen suchen weiterhin nach Inspiration. Eine KI kann Fakten liefern, aber echtes Storytelling und Emotionen finden auf guten Websites statt.
2. Die neue Währung der KI heißt „Off-Page Trust“ für GEO
Das war einer meiner wichtigsten Punkte in der Diskussion: KI-Systeme glauben dir nicht einfach, was du auf deiner eigenen Website über dich schreibst. Sie suchen nach Beweisen im restlichen Netz.
Gerade im Tourismus sehe ich das täglich in meinen Datenanalysen: Groß schlägt Klein. Wenn eine KI ein Hotel empfiehlt, zieht sie ihre Informationen oft nicht von der kleinen Hotel-Website, sondern von mächtigen Plattformen wie Booking.com, TripAdvisor oder den offiziellen Seiten der Tourismusverbände. Diese Plattformen haben einen massiven „Trust-Faktor“ bei den Algorithmen.
Mein Rat an alle Unternehmer lautet daher immer: Welches Problem löst du, und wie beweist du in der digitalen Welt (durch externe Quellen), dass du es wirklich löst?
3. Was du jetzt tun musst: Unsere 3 Praxis-Tipps
Der Wechsel von klassischem SEO zu GEO (Generative Engine Optimization) bedeutet, dass du das gesamte digitale Ökosystem im Blick haben musst. Hier sind die drei wichtigsten Hebel, die wir auch im Podcast besprochen haben:
Räume deine eigenen Kanäle auf (Konsistenz): Bevor du komplizierte Strategien planst, müssen die Basics stimmen. Sind die Informationen auf deiner Website, deinem Google Unternehmensprofil und deinen Social-Media-Kanälen absolut konsistent? Widersprüchliche Daten verwirren KI-Systeme sofort.
Kümmere dich um deine digitale PR: Was sagen andere über dich? Echte Kundenbewertungen, Nennungen in regionalen Zeitungen, Einträge bei Verbänden – all das sind Vertrauenssignale (Citations), aus denen die KI lernt, dass dein Betrieb relevant ist.
Fokus statt Verzettelung: Versuche nicht, 10 Kanäle gleichzeitig (und schlecht) zu bespielen. Konzentriere dich auf deine starke Website (für die Menschen!) und ein bis zwei gepflegte Kanäle.
Fazit: Die Spielregeln haben sich geändert
Es reicht heute nicht mehr, Suchmaschinen mit Keywords zu füttern. Wir müssen anfangen, KI-Agenten davon zu überzeugen, dass wir die beste Lösung für die Anfrage ihrer Nutzer sind.
Wer diesen Shift jetzt aktiv angeht, hat einen riesigen Vorteil gegenüber der Konkurrenz, die noch in den SEO-Regeln von 2020 feststeckt.
🎧 Willst du dich mehr wissen? Hör dir die komplette Podcast-Folge mit Jan Königstätter, Eliot Mannoia und mir an: Hier geht's zum Podcast Mind/Machine
💡 Du willst wissen, wie sichtbar dein Betrieb für ChatGPT und Co. wirklich ist? Auf meiner Seite GEO-Optimierung zeige ich dir genau, wie wir Unternehmen KI-fit machen und welche 5 strategischen Schritte dafür nötig sind.




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