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Automatisierungen in Destinationen

November 2025

Workshop zum Thema Automatisierungen in den österreichischen Destinationen.

Gestern war einer dieser Tage, die einem wieder zeigen, warum man diesen Job macht. Gemeinsam mit Regionen aus ganz Österreich und mit der technischen Leitung von Stefan Erschwander und Peter Riegersperger standen wir vor einem Raum voller Energie: Die Österreich Werbung, das Destinations-Netzwerk Austria (dna) und über 30 regionale Tourismusorganisationen waren zusammengekommen, um eine der größten Herausforderungen unserer Branche zu knacken: Wie identifiziert man systematisch, welche Prozesse sich zu automatisieren lohnen, und wo fängt man überhaupt an?

Die üblichen, aber oft falschen Antworten lauten „alles automatisieren“ oder „mit KI starten und schauen, was passiert“. Wir haben einen anderen Weg gewählt, der sich am besten so zusammenfassen lässt: Es geht darum, das Problem mit Verstand anzugehen, nicht nur mit Technologie.

Takeaway 1: Mehr als nur Technologie – Der entscheidende Faktor ist der menschliche Verstand

Die wichtigste Erkenntnis war, dass es nicht primär um den Einsatz von Technologie geht, sondern darum, die dahinterliegenden Probleme strategisch zu durchdenken. Die offene, lösungsorientierte und neugierige Haltung der Teilnehmer war dabei Gold wert. Die Atmosphäre im Raum war von einer spürbaren Aufbruchstimmung geprägt: „Dieses ‚Wir gehen das jetzt an‘ war fast greifbar.“ Und genau diese Haltung ist die eigentliche Voraussetzung für jede erfolgreiche Transformation – weit vor der Wahl des richtigen Tech-Stacks.


Takeaway 2: Vom Zögern zur Tat – Der Wandel in der Denkweise

Die entscheidende Beobachtung des Tages war der Wandel in der Denkweise. Die Diskussion bewegte sich im Laufe des Workshops von einem anfänglichen „Das scheint alles zu komplex“ hin zu einem pragmatischen „Wir könnten hier anfangen, es schnell validieren und dann skalieren.“ Genau das ist der Unterschied zwischen theoretischer KI-Begeisterung und der praktischen Umsetzung von Automatisierung.


Takeaway 3: Praxis schlägt Theorie – Konkrete Probleme, greifbare Lösungen

Dieser Wandel in der Denkweise war der Schlüssel, um von der abstrakten Diskussion zu den wirklichen Problemen vorzudringen, die den Alltag im Tourismus prägen. Statt bei abstrakten Ideen zu bleiben, landeten die echten, täglichen Herausforderungen auf dem Tisch.


Welche Automatisierungsideen für Tourismusdestinationen wurden diskutiert?

Einheitliches Management von Öffnungszeiten über Tausende von Betrieben hinweg.

Automatisierte Antworten auf manuelle Buchungsanfragen.

Automatisierung des Onboardings von neuen Mitarbeitern.

Stakeholder-Kommunikation inklusive der automatisierten Erstellung von Präsentationen.

Kampagnen-Reporting mit Optimierung von A/B-Tests.

Dabei wurde der tiefere Sinn hinter diesen Bestrebungen klar:

Automatisierung ist kein Selbstzweck. Sie ist ein Werkzeug, um Menschen Zeit zurückzugeben und Organisationen zukunftsfähig zu machen.


Die Erfolgsformel: Klein starten, schnell überzeugen, kraftvoll skalieren.

Die zentrale Erkenntnis des Tages lässt sich als klare Handlungsanweisung formulieren: Mit dem richtigen Prozess klein anfangen, schnell einen messbaren ROI liefern und dann expandieren. Dieser Ansatz ist entscheidend, um das nötige Momentum für eine tiefgreifende Transformation durch KI und Automatisierung aufzubauen.

Dieser ROI ist nicht nur eine Zahl im Controlling. Er manifestiert sich direkt in der Leistungsfähigkeit der oft überlasteten Teams in Tourismusorganisationen: weniger manuelle Routinearbeit bedeutet mehr strategischen Fokus, schnellere Reaktionszeiten für Partner und Gäste und eine höhere Datenqualität für fundierte Entscheidungen.


Fazit: Wer gewinnt am Ende?

Wenn kluge Menschen auf dumme Prozesse treffen, gewinnt…?

Die guten Nachrichten. Die Menschen sind gerade dabei, sich die Oberhand zurückzuholen. Der Workshop hat gezeigt: Mit der richtigen Strategie und dem Mut, klein anzufangen, ist der Wandel nicht nur möglich, sondern bereits in vollem Gange.

Ein herzliches Dankeschön an Chrissie Wieser, Teresa Karan, Nisara Phuchabut, Berfin Ünver und alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer für die kollaborative Energie und die ehrlichen Einblicke in ihre täglichen Herausforderungen.

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